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Fragen und Antworten zu Esdo



Benötige ich spezielle Kleidung?
Am Anfang genügt normale Sportkleidung. Es macht allerdings Sinn, den Esdo-Anzug zu tragen. Dieser besteht aus der Hose, einem T-shirt und einer Tunika oder Jacke. Bestimmte Griffe können mit der Tunika oder Jacke einfach besser geübt werden. Strebt man einen Gürtelgrad an, ist der ESDO-Anzug sowieso Pflicht.

Benötige ich spezielle Ausrüstung?
Ja, allerdings nicht sofort. Ganz am Anfang empfiehlt es sich, eigene Pratzen anzuschaffen. Mit steigendem Niveau wird dann auch eine persönliche Schutzausrüstung notwendig. Diese besteht aus Helm, Fußschutz, Genitalschutz, Handschuhen und Brustschutz bei Frauen. Notwendig wird dies ab dem orangen Gürtel bzw. wenn man das Niveau erreicht hat. Denn dann beginnen wir mit Übungen, die zum Kampf hin führen. Die Ausrüstung kann nach und nach über den Verein beschafft werden.

Muß ich Prüfungen machen?
Nein. Jedem steht es offen, sein erreichtes Niveau durch eine Prüfung vor einem externen Prüfer durch das Erreichen einer Graduierung zu zeigen. Entsprechend darf der Sportler dann einen Gürtel der erreichten Graduierung tragen. Aber es wird niemand gezwungen, eine Prüfung abzulegen. Allerdings stellen wir uns nach der Esdo-Ordnung auf. Diese sieht vor, daß der höchste Gürtelgrad vom Trainer aus gesehen rechts steht und die folgenden Graduierungen absteigend daneben und dahinter. Wer keine Gürtelfarbe hat, steht eben als Letzter in der Reihe.

Wie oft wird geprüft?
Das hängt von den Fortschritten der Sportler ab. In der Regel sind maximal zwei Prüfungstermine pro Jahr ratsam; es können mehr oder auch weniger sein. Da Esdo nicht auf das Erreichen von äußeren Zeichen wie Gürteln oder Pokalen abzielt, sondern auf die persönliche Entwicklung der Sportler, liegt der Schwerpunkt unseres Trainings nicht auf Prüfungen. Dennoch kann jeder eine Gürtelprüfung anstreben und seine Graduierung verbessern.

Muß ich auf Turniere und Wettkämpfe?
Wieder nein, niemand muß - jeder kann. Im Esdo gibt es sowieso nur wenige Turniere im Jahr, und die Teilnahme ist freiwillig. Wer möchte ist herzlich eingeladen, doch niemand wird dort hingeschickt.

Muß ich das Aufwärmtraining mitmachen?
Ja, ratsam wäre es. Denn das Aufwärmen ist der Gesundheitsteil des Esdo und trainiert den ganzen Körper, baut Muskeln auf, macht beweglich. Außerdem bereitet es die Muskeln auf die kommenden Anstrengungen im Training vor. Allerdings: nicht jede Übung muß von jedem im gleichen Maße gemacht werden. Es gilt die Regel: wenn es beginnt zu schmerzen wird aufgehört. Dabei spielt es keine Rolle, ob andere die Übung besser können, sich weiter vorbeugen oder besser verbiegen können. Es gilt nur das eigene Können, im Esdo gibt es keine unbedingt zu erreichende Grenze. Man sollte jedoch ehrlich zu sich selbst sein und ernsthaft die eigenen Grenzen ausloten.

Kann ich Übungen ablehnen?
Natürlich. Gerade mit den Kindern üben wir immer mal wieder Situationen aus dem Alltag wie in-die-Ecke-drängen, berühren durch Fremde, bedrohlich aufeinander zugehen. Da ist es wichtig, Grenzen zu setzen und manchmal wagt man diese Übung (noch) nicht. Dann darf man das ruhig sagen, der Trainer wird darauf eingehen. Schließlich wollen wir üben, NEIN sagen zu können - da wäre es fatal, im Training nicht darauf einzugehen. Die Erfahrung zeigt, daß die anfängliche Scheu schnell überwunden wird und das "Nein" dann um so deutlicher ausfällt.

Gibt es auch Waffen?
Ja, aber erst bei den ganz weit Fortgeschrittenen. Ab einer gewissen Reife und Erfahrung üben wir auch mit Messern, Stöcken u. ä. Bis dahin gibt es genug zu lernen mit den anderen ESDO-Techniken, die vielseitig und anspruchsvoll sind.

Warum gibt es so viele Techniken?
Das Esdo hat viele verschiedene Techniken, damit jeder Sportler sich daraus seinen eigenen Stil erarbeiten kann. Es gibt nicht die eine Technik, die jeder beherrschen soll. Das Esdo gibt einem eine Menge Möglichkeiten an die Hand, damit man in Fall des Falles reagieren kann - und zwar so, wie es einem selbst entspricht. Wichtig ist dabei nicht, daß ein "Griff 5 c" korrekt ausgeführt wird, sondern daß man sich effektiv wehren kann. Schließlich steht im Ernstfall kein Schiedsrichter daneben, der die Abwehr bewertet. Da kommt es auf Effektivität an, nicht auf Schönheit.